KNX-Bus

Beim KNX System handelt es sich um ein Bussystem für die Gebäudesteuerung. Dies bedeutet, dass alle Geräte das gleiche Übertragungsverfahren benutzen und Daten über eine gemeinsame Busleitung austauschen können. Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen:
· Der Zugriff auf die Busleitung muss eindeutig geregelt werden (Buszugriffsverfahren).
· Bei einem Großteil der übertragenen Daten handelt es sich nicht um Nutzdaten (z. B. Licht an / Licht aus), sondern um Adressinformationen (von wem kommen die Daten, an wen
sind sie gerichtet?).
Ein weiteres wichtiges Merkmal des KNX Bussystems ist der dezentrale Aufbau. Es ist kein zentrales Steuergerät notwendig. Die „Intelligenz“ des Systems ist über alle Teilnehmer verteilt. Zentrale Geräte werden aber nicht ausgeschlossen. Bei Bedarf für z. B. sehr spezielle Applikationen können optional zentrale Geräte verwendet werden. Jedes Gerät, bzw. jeder Busteilnehmer verfügt über einen eigenen Mikroprozessor. Ein großer Vorteil der Dezentralität besteht darin, dass bei Ausfall eines Gerätes die übrigen Geräte nach wie vor funktionieren. Es sind nur jene Applikationen gestört, die das ausgefallene Gerät betreffen. Neben den Systemgeräten (Spannungsversorgung, Programmierschnittstelle etc.) wird beim KNX System generell zwischen Sensoren und Aktoren unterschieden. Sensoren sind Geräte, die Ereignisse im Gebäude erkennen (Tastenbetätigung, Bewegung, Über-/Unterschreitung eines Temperaturwerts etc.) und in Telegramme umwandeln und diese versenden (Datenpakete). Geräte, die Telegramme empfangen und die darin enthaltenen Befehle in Aktionen umwandeln, werden als Aktoren bezeichnet. Sensoren stellen die Befehlsgeber, Aktoren die Befehlsempfänger dar.

Wieso heißt das System KNX?
Das Gebäudesystem KNX hieß ursprünglich „Europäischer Installationsbus“ (EIB) und war ein von der EIB-Association (EIBA) entwickeltes und vermarktetes System. 1999 schlossen
sich die EIBA, der Batibus Club International (BCI, Frankreich) sowie die European Home Systems Association (EHSA, Niederlande) zusammen. Bei diesem Zusammenschluss wurde der neue Name KNX geschaffen und die KNX Association mit Sitz in Brüssel gegründet. Die Technik der heutigen KNX Geräte ist kompatibel mit der Technik des ehemaligen EIB-Systems, so dass alle Geräte, die ein KNX oder EIB-Logo tragen kompatibel
zueinander sind.

Quelle: https://www.knx.org/wAssets/docs/downloads/Marketing/Flyers/KNX-Basics/KNX-Basics_de.pdf

Schreibe einen Kommentar